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Trix Exclusiv 2/2001

Der Big Boy

22593 Schwere Güterzuglokomotive für Trix H0.

Vorbild: Baureihe 4000 "BigBoy" der Union Pacific Railroad (U.P.). Ausführung der Lokomotive Nr. 4013 um 1960.
Einsatz: Schwere Güterzüge
Modell: Epoche III, Hochleistungsmotor mit Glockenanker und Schwungmasse im Kessel. (Achsen angetrieben, 4 Haftreifen. Digitale Schnittstelle. Kurvengängiges Gelenkfahrwerk. Boxpok-Räder. Mittlere Kuppelachsen gefedert. Stirnlampe, Tender und Nummerntafeln mit wartungsfreien LED beleuchtet. Stirnseitig Kupplungshaken im Schienenräumer einsteckbar. Kurzkupplung zwischen Lokomotive und Tender. Dampfleitungen schwenkbar mit den Zylindern ausgeführt. Angesetzte Griffstangen aus Metall. Viele angesetzte Einzelheiten. 2 Rauchsätze Märklin 7226 nachrüstbar. Figuren Lokführer und Heizer für den Führerstand liegen bei.
LüP 465 mm
Lieferbar ab 4. Quartal 2001.

DM 1.098,-

Hinweise zum Betrieb: Die Lokomotive kann auf Bogengleisen ab Radius 360 mm eingesetzt werden, wir empfehlen jedoch größere Radien. Bedingt durch den Überhang des langen Kessel müssen Signale, Oberleitungsmasten Brückengeländer, Tunnelportale u.ä. einen ausreichenden Abstand zum Gleisbogen einhalten. Für das hohe Gewicht der Lokomotive muss das Gleis stabil befestigt sein.

Passende Güterwagen verschiedener Typen zu dieser Lokomotive sind in Vorbereitung und finden Sie im Märklin Programm unter den Nummern 45646, 45800 und 45702.

Mitten im Streckennetz der UNION PACIFIC liegt zwischen Cheyenne und Laramie die Steigungsstrecke am Sherman Hill. Sie führt durch die Rocky Mountains und weiter durch den großen Salzsee nach Westen. Die immer längeren und eiligeren Güterzüge waren hier Ende der 30er-Jahre nur noch mit zeitraubendem und kostenträchtigem Vorspannbetrieb mehrerer Lokomotiven zu bewältigen. Abhilfe sollte eine speziell konstruierte neue Lokomotive mit riesigen Dimensionen bringen. Die erforderliche hohe Leistung und das entsprechende hohe Gewicht musste über ein kurvengängig geteiltes Fahrwerk auf die Gleise gebracht werden. Die American Locomotive Co. (ALCO) entwickelte einen Koloss mit der Achsfolge (2'D) D 2' bzw. 4-8-8-4 im amerikanischen System, mit einem Dienstgewicht von über 500 t und einer Länge von 40,5 m. In den Werkstätten wurde der Gigant respektvoll "BigBoy" genannt. Dieser Name wurde zum Inbegriff für die größte Dampflokomotive der Welt.

Der BigBoy ist eine Gelenklokomotive mit zwei Treibradgruppen und vier Zylindern. Im Gegensatz zum Prinzip der Mallet-Lokomotiven mit verbundenen Hoch- und Niederdruckzylindern werden beim BigBoy jedoch vier gleiche Zylinder direkt gespeist. Damit ist auf Kosten des Verbrauchs eine besonders hohe Leistung erreichbar. Die Leistung der Lokomotive betrug rund 8000 PS bei etwa 50 km/h, als Höchstgeschwindigkeit wurden 130 km/h erreicht. Die unbändige Kraft hatte ihren Preis: die gesamten Vorräte von 28 t Kohle und 100.000 l Wasser waren bei hoher Belastung in knapp zwei Stunden verbraucht. Den erforderlichen Nachschub konnten Heizer mit Muskelkraft nicht bewältigen, dazu diente der "Stoker", eine mechanische Fördereinrichtung vom Tender in die Feuerbüchse.

Insgesamt wurden 25 BigBoys 1941 und 1944 gebaut. Sie waren rund 20 Jahre in Utah und Wyoming im Einsatz und leisteten dort jeder über 1 Million Meilen ab. Von den Anfang der 60er-Jahre abgestellten BigBoys sind acht Lokomotiven übrig geblieben. Sie geben noch heute einen unvergesslichen Eindruck der einstigen Größe. Technisch sind jedoch nur drei der Museumslokomotiven in einem Erhaltungszustand, der eine Aufarbeitung überhaupt zulassen würde. Mehrere Interessentengruppen erwägen die Wiederinbetriebnahme - und die Finanzierung des Unterhalts für eines der gefräßigen Ungetüme.

 





 
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